Geschichte & Religion

Das Gemeindegebiet von Ilztal teilt sich in 4 verschiedene Pfarren:

So gehört Wolfgruben zur Stadtpfarre Gleisdorf; Prebensdorf, Nitschaberg, Großpesendorf und Neudorf gehören zur Pfarre Pischelsdorf; ein Teil von Nitschaberg zur Pfarre Sinabelkirchen und Neudorfberg zur Pfarre St. Ruprecht a. d. Raab.

 

Die Kapelle in Prebensdorf

Kapelle in Prebensdorf

Im 19. Jahrhundert wollte man in Schattauberg eine Kapelle bauen. Jedoch wurde während der Franzosenkriege das Material verschleppt.
Im 1. Weltkrieg wurde viel Geld für diesen Bau gesammelt. Doch plötzlich verlor das Geld seinen Wert und aus dem Bau wurde wieder nichts.

Doch im Jahr 1931 wurde der Kapellenbau-Verein gegründet und unsere Kapelle sollte in Prebensdorf errichtet werden. Schließlich wurde die Kapelle im Jahr 1932 gebaut und 1 Jahr später eingerichtet. Im August 1949 bekam die Kapelle eine neue Glocke.

Der Heldenfriedhof von Prebensdorf

Im 2. Weltkrieg wurde unser Schulhaus zum Hauptverbandsplatz umfunktioniert. Täglich kamen neue Transporte mit verwundeten Soldaten an. Diese wurden hier verbunden und sogar operiert. Viele Soldaten jedoch starben  wegen ihrer schweren Verletzungen. Sie wurden hier begraben. So entstand unser Heldenfriedhof gleich neben unsere Kapelle, der aus 29 Gräbern besteht.

Die Sage von der Teufelskapelle

In Wolfgruben steht eine Kapelle, welche anstatt des Turmkreuzes einen Engel, der einen Teufel mit einem Speer durchbohrt, trägt.
Teufelskapelle_2.jpg

Man erzählt sich, dass in der Nähe ein jähzorniger Keuschler (=armseliger Kleinstbauer) lebte. All seine Arbeiten und Handlungen waren von furchtbaren Flüchen begleitet. Als er einmal mit seinen Kühen pflügte, ärgerte er sich wieder einmal sehr und sein Fluchen erreichte den Höhepunkt. Er schrie: "Wenn es einen Teufel gibt, dann soll er mich auf der Stelle holen !" Da er dies auf einem freiem Feld sagte, war er nun dem Satan verfallen, dessem Macht nur bis zum "Dachtrapf" reichte ( nach Meinung des Volkes). Und wirklich - der Böse erschien sofort, erfasste den Mann und flog mit ihm über den Hartwald. Der Teufel hielt sein Opfer so fest am Hals, dass er es fast erwürgte. Als er dann aber einen Augenblick locker ließ und der Mann seinen Hals wieder frei spürte, rief er in Todesangst alle Heiligen um Hilfe an. Dadurch wurde die Macht des Bösen gebrochen und der Teufel ließ sein Opfer fallen. Man fand den Keuschler halb tot in der Nähe des Ilzbaches, etwa eine Stunde von seinem Haus entfernt.
An dieser Stelle stellten die Bewohner ein Kreuz auf und brachten einige Lampen an, welche dann am Jahrestag der Errichtung angezündet wurden. Es wurde "Lampenkreuz" genannt. Der Keuschler verkaufte sein Hab und Gut und ließ mit diesem Geld zum Dank, dass er überlebt hatte, die Teufelskapelle erbauen.

Zum Lampenkreuz pilgerten zahlreiche Wallfahrer, die sogar zum Teil aus Ungarn und Slowenien kamen. Später wurde dieses Kreuz neu errichtet und an die Straße versetzt.