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Prebensdorfer Kapelle

Kapellenbau in Prebensdorf

Von einer Schulmesskapelle wurde in Prebensdorf und Umgebung schon seit langen Jahren gesprochen. Es wurden aber auch schon vor und während der Kriegszeit freiwillige Gaben (Geldspenden) gesammelt, doch ging der Sammelbetrag von einigen tausend Kronen in der Inflationszeit zugrunde. Der Gedanke, in unserem Orte eine größere Kapelle zu errichten, blieb in der Bevölkerung bestehen und führte bereits am 25. Mai 1931 zur Gründungsversammlung des „Kapellenbau-Vereines Prebensdorf „ in welcher von den Anwesenden (ca. 100 Landwirten aus dem Schulsprengel Prebensdorf) Interessenten , die Gründung des genannten Vereines beschlossen wurde. In dieser Gründungsversammlung wurden auch die Satzungen (nach dem Entwurfe des Obmannes Martin Kochauf aus Prebensdorf 44 und des Oberlehrers Anton Fischerauer) einstimmig genehmigt.

Die hierauf folgende Wahl des Vereinsvorstandes hatte folgendes Ergebnis:
1.) Obmann: Martin Kochauf, Grundbesitzer in Prebensdorf 44
2.) Obmannstvtr.: Franz Reisenhofer, Grundbesitzer in Großpesendorf 1
3.) Schriftführer: Anton Fischerauer, Oberlehrer in Prebensdorf
4.) Schriftführerstvtr.: Johann Oswald, Grundbesitzer in Wolfgruben 39
5.) Kassier: Dominikus Binder, Grundbesitzer in Prebensdorf 48
6.) Kassierstvtr.: Johann Binder, Grundbesitzer in Prebensdorf 45
7.) Rechnungsprüfer: Johann Feichtinger, Grundbesitzer in Prebensdorf 72
8.) Rechnungsprüfer: Leopold Rappold, Grundbesitzer in Oberrettenbach

Bereits am 28. Juli 1931 traf die Genehmigung des Kapellenbau-Vereins seitens des Amtes der steiermärkischen Landesregierung ein. In der Ausschusssitzung am 3. Dezember 1931 wurde beschlossen, dass keinesfalls mehr an Baulichkeiten begonnen und gemacht werden dürfe als Geldmittel vorhanden sind, um die Kosten zu decken.
Das Vereinsmitglied Herr Franz Schalk Senior, Kaufmann aus Prebensdorf 57, sichert dem Vereine mündlich „Neuntausend Schilling“(!) zu. Nachdem der Besitzer des geeignetsten und schönsten Platzes für den Bau der Kapelle , Herr Eligius Kober aus Prebensdorf 51, in der am 26. Juli 1931 abgehaltenen Ausschusssitzung von einer Widmung und Abtretung dieses Bauplatzes nichts wissen wollte und man daher bereits den hinter der Feuerwehrhütte gelegenen Gemeindegrund, so unpassend er ist, hierfür ausersehen hatte, ließ sich Herr Kober durch den Schriftführer Oberlehrer Fischerauer später doch noch umstimmen, dass er ( gegen Tausch von oben erwähnten Gemeindeplatz) ein Stück seiner vor dem Schulhaus gelegenen Wiese als Bauplatz für die Kapelle hergab.
In der am 18. Jänner 1932 stattgefundenen Ausschusssitzung des Kapellenbau-Vereines wurde bereits der vom Baumeister, Herrn Ingenieur Kirschner-Gleisdorf entworfene Plan samt Kostenvoranschlag vorgelegt. Dieser Voranschlag stellte sich auf „vierzehntausend Schilling“. Infolge Mangel an verfügbarem Gelde musste beschlossen werden , hiervon „sechstausend Schilling“ dadurch zu ersparen, indem nur der Rohbau ausgeführt werden soll.
Der Hauptspender (Gründer) Herr Kaufmann Franz Schalk Senior, verpflichtete sich, dem Vereine ein Testament über „Sechstausend Schilling“ zu übergeben. Auch hat Herr Schalk bereits die Ziegel, den Zement und den Kalk bezahlt. Im Winter 1932 wurde fleißig Schotter für den Grundbeton geführt. Weiters wurde seitens der Bauern Bauholz gespendet.
Auch die ganzen Fuhrwerke wurden von der Bevölkerung unentgeltlich geleistet. Herr Müllermeister Pölzler (= Ortsschulratsobmann) versprach, alle zum Bau notwendigen Hölzer umsonst zu schneiden – und tat dies auch. Herr Kochauf Martin stellte den Sand bei.
Im April 1932 wurde mit der Aushebung des Grundes begonnen. Anfangs Mai arbeitete man bereits am Rohbau und im Juni war er fertig. Der Vorarbeiter der Maurer- und Zimmerleute Hr. Stephan Krautwaschl aus Prebensdorf 108 leitete die Bauarbeiten, Hr. Spenglermeister Csarmayr aus Gleisdorf deckte den Turm und Hr. Gaisch , Besitzer einer Mechanikerwerkstätte in Gleisdorf verfertigte das schöne Turmkreuz und die Blitzableitungsanlage.