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Borkenkäfergefahr im Bezirk Weiz bleibt trotz Regen hoch

16.06.2026 / News / ,

Nach den massiven Schneebruchschäden vom Februar liegen in vielen Waldflächen nach wie vor Wipfelstücke, gebrochene Stämme und anderes bruttaugliches Material. Gerade dieses Holz bietet ideale Bedingungen für die Vermehrung von Borkenkäfern und erhöht das Risiko eines großflächigen Befalls erheblich.

Der starke Schneefall im Februar 2026 verursachte in weiten Teilen der Oststeiermark zahlreiche Schäden. Abgewipfelte Bäume, gebrochene Stämme und Einzelwürfe sind vielerorts noch sichtbar. Auch wenn die jüngsten Regenfälle die Wasserversorgung der Waldböden nun etwas verbessert haben, bleibt die Gefahr durch Borkenkäfer hoch. Zu lange ist der Regen im Frühjahr ausgeblieben. Für die Entwicklung der Schädlinge ist jedoch nicht nur die Witterung entscheidend, sondern vor allem die Menge an vorhandenem Brutmaterial.

Besonders Fichtenbestände sind durch den Buchdrucker gefährdet. Aber auch Kiefern können vom Kiefernborkenkäfer befallen werden. Schneebruchholz und liegengebliebene Wipfel stellen dabei ideale Brutstätten dar. Von dort aus können sich die Käfer rasch vermehren und auf gesunde Bestände übergreifen. Bereits kleine, unentdeckte Käfernester können sich innerhalb kurzer Zeit zu größeren Schadflächen entwickeln.

Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer sind daher weiterhin gefordert, ihre Wälder regelmäßig zu kontrollieren und auf Waldhygiene zu achten. Besonders Augenmerk sollte auf abgewipfelte Bäume, Wipfelbrüche, Einzelwürfe sowie bereits geschädigte oder geschwächte Bäume gelegt werden. Frisches Schadholz sollte möglichst rasch aufgearbeitet werden. Wipfelstücke und stärkere Äste können – sofern sie noch nicht befallen sind – gehäckselt und im Bestand verteilt werden. Stärkeres Holz sollte aus dem Wald entfernt oder entrindet werden, um den Käfern keinen Brutraum zu bieten.

Mit der Aufarbeitung allein ist es jedoch nicht getan. Regelmäßige Waldbegehungen bleiben entscheidend, um einen möglichen Befall frühzeitig zu erkennen. Typische Anzeichen sind braunes Bohrmehl am Stammfuß, abfallende grüne bis gelbliche Nadeln, eine Verlichtung der Krone oder das Ablösen der Rinde im oberen Stammbereich.

Die aktuelle Situation zeigt deutlich: Trotz der Niederschläge bleibt die Borkenkäfergefahr im Bezirk Weiz auf einem hohen Niveau. Konsequente Waldhygiene und eine laufende Kontrolle der Bestände sind die wirksamsten Maßnahmen, um größere Schäden in den kommenden Monaten zu verhindern. Der Grundsatz gilt weiterhin: Jetzt vorhandenes Schadholz aufarbeiten, bevor daraus die Ausgangsbasis für die nächste Käfergeneration wird.

Da sich die Holzabfuhr aufgrund der hohen Schadholzmenge leider etwas verzögert, wird ersucht, derzeit nur das Schadholz aufzuarbeiten und möglichst keine zusätzlichen Holzmengen (aus regulären Nutzungen) auf den Markt zu bringen.

Für den Bauernbund Ilztal

Hannes Leitner


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